
DiGa und Reha per Mausklick
Digitale Gesundheitsanwendungen und Tele-Reha: Was sie bedeuten und wie sie funktionieren, erklärt Katja Sessig, BGHW-Referentin Berufskrankheiten und digitale Rehabilitation.

Wer nicht auffällt, wird übersehen – mit fatalen Folgen. Warnkleidung ist einer der wichtigsten Bestandteile der persönlichen Schutzausrüstung. Sie sorgt dafür, dass Beschäftigte im Straßenverkehr, auf dem Werksgelände oder im Warenlager deutlich wahrgenommen werden und sicher arbeiten. Doch was macht gute Warnkleidung wirklich aus?
Warnkleidung beugt Unfällen vor, weil sie die Sichtbarkeit von Personen erhöht und so verhindern kann, dass sie angefahren oder von beweglichen Lasten getroffen werden. Überall dort, wo Personen im Betrieb vor dem Übersehen werden zu schützen sind, ist Warnkleidung notwendig. Das gilt zum Beispiel für Lager-, Verpackungs-, Transport und Rangierarbeiten. Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber müssen diese Gefahrensituationen mithilfe der Gefährdungsbeurteilung ermitteln und die entsprechende Warnkleidung mit der erforderlichen Schutzklasse auswählen. Zur Warnkleidung gehören Warn-T-Shirts, -jacken, -westen und -hosen. Je nach Arbeitsbereich lässt sich Warnkleidung auch mit weiteren Eigenschaften kombinieren. Beispielsweise eine Warnjacke mit integrierter Schwimmweste bei Gefahr des Ertrinkens oder eine Warnhose mit integriertem Schnittschutz für Arbeiten mit der Kettensäge.
Je nachdem wie viel Fläche das fluoreszierende Grundmaterial einnimmt und wie die Reflexstreifen angeordnet sind, ergeben sich unterschiedliche Schutzklassen:
Wird die Warnkleidung verändert, zum Beispiel durch Beschriftungen (Firmenname, Funktionsbeschreibung), muss dennoch die erforderliche Mindestfläche der reflektierenden beziehungsweise fluoreszierenden Materialien erreicht werden. Es ist daher sinnvoll, die Warnkleidung nicht selbst zu beschriften, sondern mit der Herstellerfirma Rücksprache zu halten.
Warnkleidung verschmutzt im Arbeitsalltag. Daher muss sie regelmäßig gereinigt werden, damit sie hre Schutzwirkung behält. Dabei sind die Herstellerhinweise zu beachten wie Waschtemperatur, Waschmittel sowie maximale Waschzyklen. Wenn die Leuchtkraft nachlässt oder Reflexstreifen beschädigt sind, muss die Kleidung ausgetauscht werden.
Die Standard-Warnkleidung besteht aus fluoreszierendem und retroreflektierendem Material. Der Nachteil: Retroreflektierende Materialien sind im Dunklen nur sichtbar, wenn sie durch eine Lichtquelle angestrahlt werden. Daher liegt mittlerweile Warnkleidung mit aktiver Beleuchtung im Trend. Durch aktiv leuchtende Lichtquellen wie beispielsweise LEDs sind Personen auch außerhalb vom Scheinwerferlicht zu sehen. Die DGUV hat für diese Warnkleidung die Sicherheitsanforderungen festgelegt und das Prüfzeichen „Sichere aktive Beleuchtung“ entwickelt. Warnkleidung mit aktiver Beleuchtung sollte dieses Prüfzeichen tragen. Corina Walther, DGUV Test Fachzertifiziererin, gibt aber zu bedenken: „Aktiv leuchtende Lichtelemente in Warnkleidung müssen grundsätzlich mit Augenmaß eingesetzt werden, denn zu helle und blinkende Lichtelemente können andere Straßenverkehrsteilnehmende blenden. Korrekt verwendet, sind sie eine gute Ergänzung zu heller Kleidung und retroreflektierendem Material.“ (siehe auch DIN/TS 91418 – Norm für aktive Warnkleidung)
Eine weitere Neuheit ist Warnkleidung, die optische, akustische oder haptische Signale abgibt. Sie soll zusätzlichen Schutz bieten und warnen, wenn sich beispielsweise Staplerfahrer und Fußgänger gefährlich nähern.
Ganz aktuell hat das Institut für Arbeitsschutz der DGUV das Projekt „Alterung von hochsichtbarer Warnkleidung“ angeschoben. In den kommenden ein bis anderthalb Jahren wollen die Forscher herausfinden, wie sich verschiedene Umwelteinflüsse auf die Sichtbarkeit und die mechanische Festigkeit der unterschiedlichen Materialien von Warnkleidung auswirken. Gerade im Kontext des Klimawandels mit intensiverer UV-Einstrahlung, häufigeren Starkregenereignissen und extremen Temperaturen spielen solche Einflussfaktoren eine immer größere Rolle, da Farben und Fasern dadurch deutlich schneller altern könnten.
Für Unternehmen
Gefährdungsbeurteilung durchführen
Passende Warnkleidung bereitstellen
Gender-gerechte Auswahl sicherstellen (verschiedene Größen/Passformen)
Beschäftigte unterweisen: richtige Nutzung und Pflege erklären
Regelmäßig kontrollieren, ob Kleidung noch funktionsfähig ist
Für Beschäftigte
Warnkleidung konsequent und geschlossen tragen
Nicht verdecken (z. B. durch Jacken, Rucksäcke, Geräte)
Ärmel und Hosenbeine nicht hochkrempeln
Pflegehinweise des Herstellers beachten, z.B. zu Waschzyklen
Beschädigte oder stark verschmutzte Kleidung melden und austauschen

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