Warnkleidung verschmutzt im Arbeitsalltag. Daher muss sie regelmäßig gereinigt werden, damit sie hre Schutzwirkung behält. Dabei sind die Herstellerhinweise zu beachten wie Waschtemperatur, Waschmittel sowie maximale Waschzyklen. Wenn die Leuchtkraft nachlässt oder Reflexstreifen beschädigt sind, muss die Kleidung ausgetauscht werden.
Aktive Beleuchtung bei Warnkleidung
Die Standard-Warnkleidung besteht aus fluoreszierendem und retroreflektierendem Material. Der Nachteil: Retroreflektierende Materialien sind im Dunklen nur sichtbar, wenn sie durch eine Lichtquelle angestrahlt werden. Daher liegt mittlerweile Warnkleidung mit aktiver Beleuchtung im Trend. Durch aktiv leuchtende Lichtquellen wie beispielsweise LEDs sind Personen auch außerhalb vom Scheinwerferlicht zu sehen. Die DGUV hat für diese Warnkleidung die Sicherheitsanforderungen festgelegt und das Prüfzeichen „Sichere aktive Beleuchtung“ entwickelt. Warnkleidung mit aktiver Beleuchtung sollte dieses Prüfzeichen tragen. Corina Walther, DGUV Test Fachzertifiziererin, gibt aber zu bedenken: „Aktiv leuchtende Lichtelemente in Warnkleidung müssen grundsätzlich mit Augenmaß eingesetzt werden, denn zu helle und blinkende Lichtelemente können andere Straßenverkehrsteilnehmende blenden. Korrekt verwendet, sind sie eine gute Ergänzung zu heller Kleidung und retroreflektierendem Material.“ (siehe auch DIN/TS 91418 – Norm für aktive Warnkleidung)
Interaktive Warnkleidung
Eine weitere Neuheit ist Warnkleidung, die optische, akustische oder haptische Signale abgibt. Sie soll zusätzlichen Schutz bieten und warnen, wenn sich beispielsweise Staplerfahrer und Fußgänger gefährlich nähern.
Warnkleidung im Klimawandel-Stresstest
Ganz aktuell hat das Institut für Arbeitsschutz der DGUV das Projekt „Alterung von hochsichtbarer Warnkleidung“ angeschoben. In den kommenden ein bis anderthalb Jahren wollen die Forscher herausfinden, wie sich verschiedene Umwelteinflüsse auf die Sichtbarkeit und die mechanische Festigkeit der unterschiedlichen Materialien von Warnkleidung auswirken. Gerade im Kontext des Klimawandels mit intensiverer UV-Einstrahlung, häufigeren Starkregenereignissen und extremen Temperaturen spielen solche Einflussfaktoren eine immer größere Rolle, da Farben und Fasern dadurch deutlich schneller altern könnten.